Der Künstler

Felix Friedmann

14. Juni 1924 — 2007

„Ein Zebra — weder ganz das eine, noch ganz das andere."
Selbstbezeichnung als „Halbjude"

Felix Friedmann wurde am 14. Juni 1924 geboren. Seine frühen Erfahrungen im nationalsozialistischen Deutschland prägten sein Leben nachhaltig.

Der Einödhof, 1943

Mein Großvater, Hermann Wittich (geb. 1876), half ihm im Jahr 1943 nach dem Abitur, sich auf einem abgelegenen Einödhof zu verstecken. Dadurch konnte Felix Friedmann dem Fronteinsatz und der Deportation in ein Konzentrationslager entgehen.

— Dr. Hanns-Peter Kleißl

Ein Leben zwischen zwei Welten

Die Erlebnisse der folgenden Jahre erschwerten ihm zeitlebens die Anpassung an das Leben in Deutschland und der Schweiz. Sein weiteres Leben war von Erfolgen, aber auch von Rückschlägen geprägt.

In den Alltagsgegenständen, die er sammelte, umarbeitete, mit Texten versah und schließlich als Kunstwerke begriff, spiegelt sich diese Doppelheit: das Verfremdete, das nirgends ganz zuhause ist.

Der Nachlass

Nach seinem Tod habe ich als seine einzige Vertrauensperson die Objekte aus dem ihn umgebenden Chaos geborgen. Die begleitenden Texte wurden von mir gesichert und — soweit erforderlich — im Sinne seines Verständnisses und seines Humors ergänzt beziehungsweise neu beschriftet.

— Dr. Hanns-Peter Kleißl, Großneffe dritten Grades